Musée de la Stasi berlin
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Stasi Museum

Die Stasi, die Abkürzung für „Ministerium für Staatssicherheit“, war die Geheimpolizei der Deutschen Demokratischen Republik (DDR). Sie war das Organ der kommunistischen Regierung zur Unterdrückung der Bürger, um das Regime aufrechtzuerhalten. Aber die Stasi operierte auch im Ausland, sie hatte Agenten, die Spionage und verdeckte Operationen durchführten.

Die Stasi bespitzelte und überwachte die Menschen ständig, vor allem durch ein riesiges Netz von „Inoffiziellen Mitarbeitern“ (d.h. „Inoffiziellen Mitarbeitern“). Wie der Name schon sagt, waren die Inoffiziellen Mitarbeiter Personen, die nicht formell bei der Stasi angestellt waren, aber für die Stasi arbeiteten.

Diese „Inoffiziellen Mitarbeiter“ sollten Menschen in ihrem persönlichen, beruflichen und oft auch familiären Umfeld überwachen und ihr Verhalten und ihre Handlungen an die Stasi melden. Die beobachteten Aktivitäten und die Informationen über die Bespitzelten wurden detailliert aufgezeichnet und archiviert.

Die Bürger mussten über ihr Handeln und ihre Worte nachdenken. Sie mussten sich überlegen, was sie sagen wollten und wem sie es sagen wollten, denn sie wussten nie, ob ihr Gegenüber ein Informant war oder nicht.

Ziel war es, jede politische Opposition zu bekämpfen, oft mit den absurdesten Mitteln, wie der so genannten Zersetzung, die darin bestand, Menschen, die vom Staat als Gegner oder Feinde betrachtet wurden, psychologisch zu verfolgen.

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Anhand der durch Spionage gewonnenen Informationen erstellte die Stasi ein sozialpsychologisches Profil der als Feind betrachteten Person und nutzte deren Schwachpunkte (z. B. Alkoholismus, Untreue, Interesse an Pornografie, Süchte), um sie anzugreifen, indem sie in der Regel Gerüchte verbreitete, um das Opfer zu denunzieren.

Andere Praktiken umfassen Autosabotage, Sachbeschädigung, Lebensmittelvergiftung, absichtlich unangemessene medizinische Behandlung, Petzen, Abhören von Telefonen, mysteriöse Anrufe. Durch anonyme Briefe und Anrufe, belastende (oft gefälschte) Fotos sollten Freundschaften, Beziehungen, Ehen und Eltern-Kind-Beziehungen gestört werden. Und die Opfer wussten in der Regel nicht, dass die Stasi für all das verantwortlich war.

Ziel dieser Methode war es, diese Menschen zu erschöpfen und psychisch zu destabilisieren, so dass sie nicht mehr die Kraft hatten, sich aufzulehnen oder gegen das Regime zu handeln. Dabei spielte es oft keine Rolle, dass all dieser psychologische Terror zu völliger Verzweiflung und Selbstmord führte.

Der Vorteil dieser Methode bestand für die kommunistische Regierung darin, dass der verursachte Schaden nicht offensichtlich oder schwer nachweisbar ist, anders als beispielsweise bei körperlicher Folter. Und es war wichtig für die DDR, die in den 1970er und 1980er Jahren versuchte, ihr internationales Image zu verbessern.

Die Stasi war sehr beschäftigt – 1989 hatte sie 91.015 Mitarbeiter. Das war ein Beamter pro 180 Einwohner und damit der größte Geheimdienst der Geschichte. Nicht mitgezählt sind dabei die inoffiziellen Mitarbeiter, die 1989 173.081 Personen zählten.

Die Stasi hatte ihre Zentrale in Ost-Berlin, im Bezirk Lichtenberg, in einem gigantischen Komplex aus mehr als 20 Gebäuden. Nach dem Fall der Mauer und dem Beginn des Zusammenbruchs des ostdeutschen Regimes stürmten Demonstranten am 15. Januar 1990 die Stasi-Zentrale.

Im Dezember 1991 trat ein Gesetz in Kraft, nach dem die Stasi-Archive geöffnet werden sollten, damit die Betroffenen, die Bespitzelten, Einsicht in ihre Akten, in die Informationen, die die Stasi über sie gesammelt und gespeichert hatte, erhalten konnten.

Heute befindet sich das Stasi-Museum im Gebäude 1, in dem sich das Büro des Stasi-Ministers Erich Mielke befand. Und das Büro von Erich Mielke ist wahrscheinlich das, was die Neugier der Menschen am meisten anzieht, weil es so erhalten geblieben ist und Teil der Ausstellung des Museums ist.

Interessant sind auch die Mittel, mit denen die Menschen ausspioniert werden: Im Museum sind verschiedene Kameras ausgestellt, die in den unterschiedlichsten Gegenständen versteckt sind. Darüber hinaus befasst sich die Ausstellung mit verschiedenen Aspekten des politischen Systems sowie mit der Opposition und dem Widerstand gegen das Regime.

Das Stasi-Museum ist montags bis freitags von 10:00 bis 18:00 Uhr, samstags, sonntags und an Feiertagen von 12:00 bis 18:00 Uhr geöffnet. Bitte informieren Sie sich auf der Website des Museums über die Öffnungszeiten, da sie sich ändern können.

Wie man dorthin kommt

U-Bahn: Linie U5, Station Magdalenenstr.

Preis: 8 € für Erwachsene, 3 € für Kinder über 12 Jahre.

Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 10 – 18 Uhr, Samstag, Sonntag: 11 – 18 Uhr

https://www.stasimuseum.de/

Adresse: Ruschestraße 103 – Haus 1 (Gebäude 1) – Lichtenberg – 10365 Berlin

https://goo.gl/maps/iga3aY7vyFkJ46cCA

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